Workshop, Teil 2 - Frankfurter Messeturm mit SweetHome 3D

Nach der Installation und Einrichtung von SweetHome 3D® sollte man sich nun ein eigenes Verzeichnis für sämtliche Daten anlegen und eine Masterdatei erstellen, auf deren Basis man das Projekt entwickeln kann. Zunächst am besten den Plan mit den Geokoordinaten füttern. Diesen Vorgang zeigen auch die folgenden Screenshots.

Unter Plan > Kompass bearbeiten können die notwendigen Einstellungen vorgenommen und mit der Datei abgespeichert werden.

Auf weitere Funktionen gehe ich im Verlauf des Workshops ein, eine Bedienungsanleitung steht auf der Herstellerseite zur Verfügung, jedoch erschliesst sich das Programm auch ohne Handbuch recht schnell.

Anpassung der Geokoordinaten

Plan > Kompass bearbeiten

 

Wenn die Grundeinstellungen vorgenommen sind, sollte die Datei gespeichert werden. Selbstverständlich können die Einstellungen jederzeit gemacht werden. Arbeitet man aber auf Evolutionsbasis, ist es sinnvoller, alle wichtigen Daten bereits in der Masterdatei zu hinterlegen. Gleiches gilt für Texturen und Mobiliar - diese Elemente stehen ab dem Zeitpunkt der Installation allen Dateien zur Verfügung, da sie an das Programm und nicht an die jeweilige Datei gebunden sind.

Ausnahme sind separat importierte Dateien, die nicht einer Bibliothek zusammengefasst werden. Dazu jedoch später mehr.

Hintergrundbild für den Plan importieren

Um nun möglichst genaue Konstruktionen erstellen zu können, ist ein ebenfalls genauer Plan extrem hilfreich - idealerweise mit Maßangaben. Der Grundrißplan ist aus dem Flyer herausgearbeitet, enthält aber keine diesbezüglichen Angaben. Diese müssen dann aus den sonstigen Informationen abgeleitet werden. Beim Import des Plans kann eine Skalierung erfolgen: es wird eine Linie angepasst, die sich auf ein bekanntes Maß einstellen lässt. Danach wird das Hintergrundbild entsprechend skaliert und als Vorlage in die Datei eingebaut. Eine präzise Ausrichtung sollte bereits vorher erledigt werden, denn das Hintergrundbild lässt sich nach dem Import nicht mehr drehen. Auch für dies Zwecke stehen unter anderem Open-Source-Programme zur Verfügung. Alternativ kann selbstverständlich die Datei aus dem Arbeitsmaterial heruntergeladen werden.

Das Gebäude hat eine Grundfläche von 41 x 41 Metern (4100 cm). Da bei den Aufnahmen des Baues eindeutig die Fassadenelemente und Fenster nachträglich angebracht wurden, wird das Maß jeweils auf die Aussenseiten der im Plan dunkelgrauen Säulen angelegt.

Spätestens jetzt sollte man sich die Frage nach der Detailtreue stellen - im Workshop werde ich so genau wie Möglich aufgrund des Bildmaterials und der sonstigen Informationen arbeiten. Damit lassen sich auch die Optionen des Programmes weiter verdeutlichen. Ein wenig um die Ecke denken ist aber dennoch gefragt, aber genau dies macht solche Arbeiten ja auch aus.

Hintergrundbild importieren

Plan > Hintergrundbild importieren

 

Eine bestmögliche Vorbereitung des Plans erleichtert die Arbeit ungemein. Es wird jedoch in den wenigsten Fällen möglich sein, an Dateien oder gar Originalpläne heranzukommen. Je nach Projekt kann sich die Nachfrage bei den Architekten oder in Bibliotheken jedoch durchaus lohnen.

Nach der Festlegung des Skalierungsmaßes erscheint allerdings noch ein Fenster - mit diesem lässt sich der Urspung des Planes im Raster festlegen. Sind die Pläne genau bearbeitet, kann die Koordinate aber bei 0/0 gelassen werden. Falls der Plan noch nicht genau auf den gewünschten Grundlinien beginnt, einfach den Assitenten erneut aufrufen und mit "Weiter" bis auf die Koordinatenanpassung durchschalten, dann dort die Werte verändern. diesen Vorgang so oft wiederholen, bis der Plan korrekt plaziert ist. Speichern der Datei nicht vergessen!

Damit sind die wichtigsten Grundseinstellungen vorgenommen. Die Masterdatei sollte jetzt einfach gespeichert und danach dann nochmals unter neuem Namen abgelegt werden. Bei Projekten dieser Größenordnung kann man nie zu wenig sichern.

Als nächstes sollte man sich den vertikalen Parametern widmen. Es gibt ein paar unbekannte Größen, die man nun so gut als möglich aus den erreichbaren Informationen ableiten sollte. Speziell die Aussenfassade und die Fensterelemente können knifflig werden.

Erfahrungsgemäß ergeben sich aber die Maße nach und nach. Aus dem Wikipedia-Artikel kann man schon eine ganze Menge herauslesen: die Geschossdecken haben eine Dicke von 24 cm. Der Achsabstand der Fassadenstützen liegt bei 3,6 m und diese sind 1m breit. Die Dicke ergibt sich aus dem Plan. Die Höhe von Etagenboden zu Etagenboden (OK) beträgt 3,5 m. Hieraus ergibt sich eine lichte Höhe von Boden zu Decke von 3,26 m. Nach dem Innenausbau beträgt die Raumhöhe dann noch 2,50 m. Mit diesen Maßen lassen sich grundsätzlich jetzt sämtliche Fassadenelemente berechnen.

Diese Schritte folgen nun Stück für Stück in Teil 3

SweetHome 3D®

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