Workshop, Teil 3 - Frankfurter Messeturm mit SweetHome 3D

In der Kopie der Masterdatei können jetzt die Maße genauer überprüft werden. Erst wenn dies alles abgeschlossen ist, lohnen sich die weiteren Schritte. Da das Gebäude symetrisch ist, können viele Teile gespiegelt und gedreht werden - umso wichtiger ist bereits in dieser Phase die Präzision.

Prüfung der Maße

Datei > Einstellungen

An dieser Stelle können die Basisparameter der Konstruktion festgelegt werden. Speziell das Feld "Magnetismus" ist sehr hilfreich. Bei aktivem Magnetismus können keine "krummen" Winkel für Flächen und Wände generiert werden. Für die aktuellen Tests jedoch noch nicht notwendig.

Erstes Wandteil

Um die Maße der und Abstände der vertikalen Konstruktion zu ermitteln, wird zunächst ein Wandteil auf den Plan gezeichnet. Während des Zeichnens wird permanent die Länge und der Winkel des Wandteils angezeigt. Exakte Parameter und Farben lassen sich per Doppelklick auf das Objekt einstellen.

Höhenkontrolle - eine weitere Ebene

Damit sich die Höhen schlüssig ergeben, wird jetzt eine zweite Ebene angelegt und sämtliche Elemente der Basisebene dorthin kopiert. Danach können die zuvor berechneten Maße geprüft und die Abstände nötigenfalls angepasst werden. Sobald die Abstände stimmen, werden nicht die Etagen sondern die Fassadenteile und Fenster konstruiert. Mit dieser Basis kann dann auch bestimmt werden, in welchen Dimensionen die Bauelemente des Foyers angelegt werden müssen. Eine gewisse Strategie ist bei dieser herangehensweise unabdingbar, da die Größe der Bauteile leider noch nicht bekannt ist.

Kontrollabstand

Der Säulenabstand soll 360 cm betragen. Das erste Wandstück, welches als Säule dienen soll wurde auf 100 x 40 cm ermittelt. Um nun die korrekte Skalierung des Hintergrundbildes zu prüfen, legt man ein weiteres Wandstück mit exakt 360 cm Länge an und Positioniert den Beginn auf der linken Kante der Säule. Danach klickt man das bestehende Säulenstück an, mit STRG + C wird eine Kopie erstellt. Vor dem Einfügen jedoch auf die leere Fläche klicken - damit wird das Objekt wieder deaktivert. Danach STRG + V - die Kopie wird jetzt an exakt die gleiche Stelle wie das Original eingefügt, ist aktiv und kann mit den Cursortasten nach rechts verschoben werden, bis die linke Kante mit dem Ende der Kontrollwand exakt abschließt.

Alle Kontrollmodule

Mit insgesamt drei Ebenen lässt sich sicherstellen, dass die vorherigen Berechnungen korrekt waren. Dies gilt jedoch aktuell nur für die Etagen oberhalb der Meetingräume. Das Foyer und die beiden Etagen oberhalb haben einen Abweichenden Konstruktionsplan, der sich nach und nach ableiten lässt. Für die weitere Konstruktion sind nun wiederum Informationen aus dem Web hilfreich. Bildmaterial vom Messeturm gibt es dort reichlich zu finden. Als gegeben sollte man nun für die umlaufenden Banderolen die Bodenhöhe von 24 cm annehmen.

Berechnung der Fassadenelemente

Die "normalen" Etagen sind mit vier Fassadenelementen und einer Banderole vertikal aufgeteilt. Im Flyer helfen hier unter anderem die Innenansichten weiter. Hier ist vor den Fenstern ein umlaufender Sockel erkennbar. Ziehen wir nun von der Geschoßhöhe (350 cm) die Banderole (24 cm) ab, bleiben 326 cm zum Aufteilen übrig. Im Ergebnis wären dies 81,5 cm. Da die Marmorelemente nicht fugenlos zusammengefügt sind, gehen wir von einem Abstand von 2 cm aus. Damit ergibt sich eine Elementhöhe von 80 cm. Die tatsächliche Breite der Bauteile kann jetzt noch nicht genau festgelegt werden. Aber ein Schritt nach dem anderem. Zunächst eine neue Datei anlegen.

Vertikales Fassadenelement

Das erste Fassadenelement wurde mit einer Dicke von 16 cm angelegt, ist derzeit 1 m Breit, insgesamt 350 cm in der Höhe. Aus den weiteren Berechnungen ergeben sich jetzt jedoch die tatsächlichen Breiten, davo ausgehend, dass die Bauteile identische Maße aufzeigen sollen. bleibt man bei der Dicke und Fugenbreite, ergibt sich vom Erker bis zu Gebäudekante ein Maß von 1196 cm. Für zehn Elemente ergibt sich abzüglich 9 x 2 cm-Fugen und jeweils 9 cm Überstand ein Maß von 118 cm pro Panel. Von Mitte zu Mitte erhalten die Panele einen Abstand von 120 cm.

Weiter kann nun auch die Raumhöhe sowie die Fensterhöhe ermittelt werden. Geht man davon aus, dass die Säulen ja noch verkleidet oder verputzt werden und in der Decke auch entsprechend Belüftungs- und Brandschutztechnik verbaut werden soll - sowie die Böden einen Estrich und/oder gar eine Fußbodenheizung erhalten könnten, ergeben sich zunächst folgende Werte: Innenraumhöhe soll 250 cm betragen. Die Fenster schließen oben Bündig mit der 2 cm-Banderole des oberen Panels ab und fangen oberhalb der 24 cm-Banderole an. Daraus ergibt sich eine Fensterhöhe von 162 cm.

Der Boden selbst hätte demnach über dem eigentlichen Beton noch 18 cm Spielraum für Installationen und sonstige Bodenbeläge. Ich bin kein Architekt, kann mir aber vorstellen, dass diese Maße durchaus realistisch sein könnten. Zur Überprüfung sollte man jetzt einfach eine Treppe bauen, die später ohnehin benötigt wird.

Nach etwas Tüftelei ergibt sich eine Stufenhöhe von 22 cm, 16 Stufen und ein Zwischenpodest.

Kontrolldatei

In der Kontrolldatei sind jetzt alle wesentlichen Elemente (Katalog-Verschiedenes-KISTE) eingebaut. Es fehlen noch die Fenster und die Feinarbeit an den Fassadenelementen wie z. B. die Fugen leicht zu vertiefen, damit beim Rendereing ein plastischeres Bild entsteht. Ebenso muß noch eine passende Marmortextur gefunden werden - auch die 24 cm -Banderole ist aus kleineren Elementen aufgebaut.

Dennoch kann jetzt zur Kontrolle die Höhe des Foyers berechnet werden. Es werden die gleichen Panele verwendet, ebenso die gleiche Fugen- und Banderolenbreite. Theoretisch sollte man nun an die 18 m herankommen. Offensichtlich gelten aber leicht andere Maße - mit der jetzigen Grundlage käme man auf eine Höhe von knapp 20 m für den quadratischen Sockelbau. Diesen Bauabschnitt sollte man sich daher nochmals genauer anschauen. Eventuell ergibt sich aus einer Nachrechnung eine weitere Korrektur für die jetzigen Fassadenpanele, bzw. weichen die Sockelpanele tatsächlich etwas in der Dimension ab.

SweetHome 3D®

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